Kita-Ausbau

Der Kita-Ausbau ist im letzten Jahr vorübergehend gestoppt worden – und das vor dem Hintergrund eines Ausbaubedarfs von 26.000 Plätzen nach der aktuellen Kita-Entwicklungsplanung bis zum Jahr 2025. Ausbauanträge von freien Trägern in einem Volumen von mindestens 110 Millionen Euro sind abgelehnt worden oder befinden sich derzeit in der Warteschleife. Wenn Träger Fördermittelzusagen erhalten, wird nur noch in den seltensten Fällen ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn bewilligt, was zu unnötigen, aber deutlichen Verzögerungen von Kita-Bauprojekten führt. Immer mehr Baufirmen und Verkäufer wenden sich wegen der ungewissen Finanzierung und langen Vorlaufzeiten von Kita-Projekten ab. Die Baukosten erhöhen sich von Jahr zu Jahr erheblich, aber die Finanzierungspauschalen werden von der Senatsseite nicht angepasst. Gleichzeitig bemerken alle Einrichtungsleitungen einen erheblichen Platzbedarf, den die meisten Einrichtungen nicht bedienen können. Der Kita-Ausbau benötigt schnell das Signal für einen Neustart, da aufgrund des zunehmenden Platzmangels ansonsten das Wunsch- und Wahlrecht der Eltern de facto nicht mehr existiert.

Neue Studie Kita-Platzmangel in Berlin trifft eher Familien mit Migrationshintergrund
Die FiBS-RILLL Research Institute on Lifelong Learning gGmbH hat in Kooperation mit dem Trägerbündnis Kita-Stimme.berlin den Kita-Platzmangel in der Hauptstadt untersucht. Ein Ergebnis: Trotz vergleichbarem Bedarf bekommen Kinder aus Familien ohne Zuwanderungshistorie eher einen Kita-Platz.