"Der frühkindlichen Bildung ein Gesicht geben."

Die Kita-Stimme.berlin hat sich neu aufgestellt und als Verein begründet, wir sind mit den Formalitäten fast durch. Für unsere Follower, von denen uns nach wie vor 3.000 im Monat treu sind, sind das gute Nachrichten. Was ist neu?

Wir werden aktueller, denn als Verein können wir schneller kommunizieren als in der bisherigen Struktur. Wir werden vielseitiger, weil alle, die uns unterstützen, mit ihren Texten zur politischen Öffentlichkeitsarbeit beitragen können. Wir werden multimedialer, weil wir auch audio-visuelle Beiträge stärker in den Fokus rücken.

„Akteurinnen und Akteure und ihre Arbeit in den Mittelpunkt“

Wir haben festgestellt, dass unsere Plattform eine einzigartige Möglichkeit bietet, sich umfassend zur frühkindlichen Bildung in Berlin zu informieren – jenseits von Parteipolitik und Verbandsübergreifend. „Auch wenn wir nicht mehr als politisches Gremium auftreten, so wollen wir doch auch in Zukunft politische Entscheidungen kommentieren und den Blickwinkel derjenigen einnehmen, die mit den politischen Entscheidungen in der Praxis leben müssen.

„Wir wollen die Akteurinnen und Akteure und ihre Arbeit in den Mittelpunkt rücken“, so heißt eines der Ziele, die Hanna gGmbH und JAO gGmbH in ihrem Arbeitspapier vom 23. April 2024 formulieren. „Wir sind am Thema orientiert, nicht an einer Partei, unsere politische Einflussnahme funktioniert durch Öffentlichkeitsarbeit“, heißt es weiter.

Nach einem Jahr schwarz-roter Koalition dachten einige zunächst, es wehe ein neuer Wind. Es entstand der Eindruck: Jetzt haben wir plötzlich genug Kita-Plätze, es gibt ein neues Bildungsprogramm, und alle Akteure im System werden endlich gleichbehandelt, sprich: gleich bezahlt. Die Ernüchterung folgte auf dem Fuß. Und genau deshalb machen wir weiter mit unserer Informationsoffensive. Denn solange die Politik parteiübergreifend nicht konsequent und zielgerichtet in Bildung investiert – sondern nur in Legislatur-Zyklen denkt und dabei Wählerstimmen einsammeln will – wird allein der Mangel verwaltet. Wichtige Investitionen werden verschleppt und eine erfolgreiche Entwicklung unserer Gesellschaft verspielt.

Der frühkindlichen Bildung ein Gesicht geben.

Dennoch und glücklicherweise ist in Berlin viel geschaffen worden seit 2013 das Recht auf einen Kita-Platz gesetzlich verankert wurde. Es gibt so viele erfolgreiche Beispiele aus dem Alltag unserer Kitas; ebendiese wollen wir in Zukunft in der Rubrik „Best Practice“ regelmäßig vorstellen und beleuchten. Wir wollen zeigen, welche Kooperationsmodelle es zwischen Kita-Trägern gibt und wie sie sich in der Praxis bewähren. Wir wollen Geschichten rund um die Akteure in der Praxis erzählen und Interviews mit den Mitarbeiterinnen in den Kitas führen. Wir möchten der frühkindlichen Bildung ein Gesicht geben.

Soviel zur neuen Kita-Stimme. Weitere Informationen über eine Info-Veranstaltung für potentielle Mitglieder, die für Anfang Juli geplant ist, folgen demnächst.